„Siegen oder fliegen“, so beschreiben die Rhine River Rhinos die Ausgangslage vor dem zweiten Halbfinalspiel am Samstag in Elxleben. Wenn die Dickhäuter auf die RSB Thuringia Bulls treffen, gilt es für die Wiesbadener einen perfekten Tag zu erwischen und zu hoffen, dass das Who-Is-Who der Rollstuhlbasketball-Szene einen schlechten Tag erwischt.

Die bisherigen Spiele in der Saison sprechen jedoch eine klare Sprache für die Thüringer: 33:84, 53:85 und 56:77 hieß es bisher aus Sicht der Wiesbadener – drei klare Niederlagen gegen ein klar besseres Team. Sollte den Rhinos Samstag die Überraschung gelingen, würde das entscheidende dritte Spiel der Halbfinale-Serie direkt am Sonntag, ebenfalls in Elxleben, stattfinden.

Auch für die Doneck Dolphins Trier geht es am Samstag in Wetzlar um alles. Zu deutlich war die Niederlage im Halbfinal-Hinspiel gegen den RSV Lahn-Dill. Mit 66:98 mussten sich die Gastgeber, bei denen Diana Dadzite fehlte, geschlagen geben.

Coach Dirk Passiwan nach dem Hinspiel: „Natürlich hat Diana gefehlt. Aber dies als Ausrede geltend zu machen, wäre schwach. Die Kombination aus 63% Trefferquote und schwacher Abwehr war heute ausschlaggeben.“ Hoffnung gibt den Trierern das Auswärtsspiel in der regulären Spielzeit, hier konnte man am 21. Oktober mit 61:40 überraschend deutlich in Wetzlar gewinnen.

Beim RSV Lahn-Dill freut man sich zwar über zwei Matchbälle, auch hier käme es Sonntag zum entscheidenden dritten Spiel, sollte man doch unerwartet den ersten Matchball am Samstag vergeben. RSV-Trainer Ralf Neumann warnt jedoch davor, die Trierer zu unterschätzen: „Wir dürfen nicht glauben, dass nach dem ersten Erfolg die Angelegenheit nun eine Formsache ist. Ein unkonzentrierter Auftritt und schon müssten wir in ein drittes Spiel, in dem wir dann enorm unter Erfolgsdruck stehen würden.“

Sa 18:00 RSB Thuringia Bulls vs. RRR Wiesbaden
Sa 19:30 RSV Lahn-Dill vs. Doneck Dolphins Trier

Eventuelle dritte Spiele:
So 14:00 RSB Thuringia Bulls vs. RRR Wiesbaden
So 16:00 RSV Lahn-Dill vs. Doneck Dolphins Trier

Foto: Sandra Wagner